Superbad (2007) – Chaos, Pubertät und eine legendäre Party | Metascore 76

Zwei beste Freunde stürzen sich in eine chaotische Nacht voller Alkohol, peinlicher Momente und der Hoffnung auf endlichen Sex. Superbad ist eine Kultkomödie über Teenager-Angst, Freundschaft und die Suche nach Coolness – vulgär, herzerfrischend und zeitlos komisch.

Handlung kurz erklärt

Highschool-Außenseiter Seth und Evan wollen vor dem College-Abschied endlich cool sein. Ihre Chance: die Party der begehrten Jules. Um Alkohol zu besorgen, brauchen sie ihren unbeholfenen Freund Fogell, der sich mit einem lächerlichen Fake-Ausweis als „McLovin“ ausgibt. Doch alles läuft schief:

  • Fogell landet mit zwei chaotischen Polizisten in einer Schlägerei,
  • Seth und Evan fliehen vor Schlägern, versuchen selbstgebrannten Schnaps zu verkaufen,
  • und müssen am Ende feststellen: Auf der Party ist niemand so cool, wie er tut.

Was den Film besonders macht

  1. Perfektes Freundes-Duo:
    Jonah Hill als hyperaktiver Seth („Wir müssen die Chance nutzen!“) und Michael Cera als schüchterner Evan („Ich will nur nicht allein sterben“) bilden ein unschlagbares Team. Ihre Dialoge – vulgär und verletzlich zugleich – machen die Teenager-Freundschaft greifbar.
  2. „McLovin“ als Legende:
    Fogells absurder Fake-Name („Vorname: leer, Nachname: McLovin“) und sein hilfloser Charme stehlen jede Szene. Besonders wenn ihn zwei irre Polizisten auf Streife mitnehmen – inklusive Waffengebrauch und Schnaps.
  3. Slapstick mit Tiefgang:
    Der Film balancice zwischen derben Gags (Seths Tiraden über Körperflüssigkeiten) und echten Emotionen. Die Schlafsack-Szene, in der die Jungs über ihre Ängste sprechen, gibt dem Chaos Herz.
  4. Soundtrack als Zeitreise:
    Funk-Klassiker wie Too Hot to Stop verwandeln die Alkoholjagd in eine 70er-Jagd-Szene – passend zu Seths Vintage-Style.

Schwächen

  • Längen im Mittelteil:
    Die Polizisten-Streife mit Fogell zieht sich trotz Gags. Die Party-Szenen wirken gegen Ende repetitiv.
  • Klischeehafte Frauenrollen:
    Jules bleibt die „unerreichbare Traumfrau“, Becca die „betrunkene Verführerin“. Ihr Potenzial wird nicht ausgeschöpft.
  • Absurde Logiklücken:
    Dass Seth nach einem Autounfall einfach weiterläuft oder Cops einen Minderjährigen besaufen lassen, wirkt wie Comic-Übertreibung.

Fazit

Superbad ist mehr als eine Teenie-Klamotte: Es ist ein zeitloser Film über die Panik vor dem Erwachsenwerden. Zwischen Fäkalsprüchen und Alkoholexzessen zeigt er, wie Freundschaft im Chaos zerbrechen und heilen kann. Die Chemie der Hauptdarsteller und Kultmomente wie Evans Gesangsauftritt zu These Eyes machen ihn zu einem Meilenstein des Genres – auch wenn nicht jeder Humor heute noch clean wirkt.